
Waffen gegen Okupas ?
In den letzten Jahren ist in Spanien eine zunehmende Zahl von Menschen zu beobachten, die einen Waffenschein beantragen, jedoch nicht primär für den Schießsport oder die Jagd, sondern aus einem ganz anderen Grund: den Schutz ihrer Immobilien. Diese Bürgerinnen und Bürger möchten in erster Linie eine Waffe im Haus haben, um sich gegen illegale Hausbesetzer, sogenannte Okupas, abzusichern.
Der Besitz einer legalen Waffe in einer Immobilie kann in diesen Fällen eine entscheidende Rolle spielen. Wenn ein Haus oder eine Wohnung von Okupas besetzt wird und sich darin eine legale Waffe befindet, muss die Polizei sofort eingreifen. Der Grund dafür ist, dass eine Waffe nur von einer Person besessen werden darf, die im Besitz eines gültigen Waffenscheins ist und die Waffe auf diese Person registriert ist. Okupas haben in der Regel weder einen Waffenschein noch das Recht, diese Waffe zu besitzen. Dies zwingt die Behörden, schnell zu handeln, um sicherzustellen, dass eine Waffe nicht in die Hände Unbefugter gelangt.
Für viele spanische Immobilieneigentümer ist dies ein legitimes Mittel, um den staatlichen Druck zu erhöhen und den Schutz ihres Eigentums zu gewährleisten.
News vom 04.03.2025
Ein Bekannter hat mir diese Info gesendet, wie so oft gibt es in Internet unterschiedliche Quellen und Meinungen
Ein angeblicher „Anti-Okupa“-Ansatz besagt, dass der Besitz einer Waffenlizenz und das Aufbewahren einer Waffe im eigenen Haus die sofortige Räumung von Hausbesetzern durch die Guardia Civil ermöglicht. Diese Theorie wurde jedoch von der Guardia Civil und Rechtsexperten in Frage gestellt. Sie erklären, dass in einem solchen Fall die Behörden zwar das Recht hätten, die Waffe zu beschlagnahmen, dies jedoch nicht zwangsläufig zu einer sofortigen Räumung der Besetzer führen würde. Die Prozesse der Waffenbeschlagnahme und der Räumung sind separate rechtliche Verfahren, die jeweils eigene gerichtliche Genehmigungen erfordern.
Darüber hinaus zeigen Daten des spanischen Innenministeriums, dass die Anzahl der erteilten Waffenlizenzen zwischen 2020 und 2021 um 38 % gestiegen ist, wobei die Lizenzen für Kurzwaffen um 53 % zunahmen. Allerdings gibt es keine Hinweise darauf, dass dieser Anstieg mit Maßnahmen gegen Hausbesetzer in Verbindung steht.
Zusammenfassend ist der Besitz einer Waffenlizenz und das Aufbewahren einer Waffe im eigenen Haus keine rechtlich anerkannte Methode, um eine sofortige Räumung von Hausbesetzern zu erreichen. Solche Situationen erfordern separate rechtliche Verfahren, und es gibt keine Garantie dafür, dass die Anwesenheit einer Waffe im Haus den Räumungsprozess beschleunigt.
Link : https://www.newtral.es/metodo-okupas-licencia-armas/20230224/
oder doch ?
José María Garzón, Strafverteidiger und geschäftsführender Gesellschafter der Kanzlei Garzón Abogados, erläutert, dass die Anwesenheit von legal registrierten Waffen in einem besetzten Haus den Räumungsprozess beschleunigen kann. Neben dem Delikt des Hausfriedensbruchs begehen die Besetzer in diesem Fall auch das schwerwiegende Vergehen des illegalen Waffenbesitzes, das gemäß Artikel 564 des spanischen Strafgesetzbuches mit Freiheitsstrafen geahndet wird. Garzón empfiehlt, sofort die Guardia Civil zu informieren, die eine gerichtliche Anordnung zur Sicherstellung der Waffen beantragen würde. Während dieser Aktion könnte der Eigentümer die Räumung der Besetzer verlangen, da er der rechtmäßige Besitzer ist.
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Internetfunde ?
Auch wenn man vereinzelt Stimmen hört, die behaupten, die Polizei würde bei einer illegalen Hausbesetzung nicht zwangsläufig eingreifen, selbst wenn sich eine Waffe im Haus befindet, ist dies vermutlich darauf zurückzuführen, dass der Waffenbesitz in Privathaushalten in Zukunft stärker reguliert werden soll. Es gibt politische und gesellschaftliche Bestrebungen, den Zugang zu Schusswaffen weiter zu erschweren, was zu Missverständnissen über die aktuelle Gesetzeslage führen könnte.
Tatsächlich sieht das spanische Gesetz jedoch vor, dass die Polizei bei einer unmittelbaren Gefahr – wie sie der Besitz einer Waffe durch Unbefugte darstellen würde – sofort einschreiten muss. Liegt also eine Hausbesetzung vor und befindet sich in der betroffenen Immobilie eine registrierte Waffe, ist die Polizei verpflichtet, schnell zu handeln, um zu verhindern, dass die Waffe in die Hände der Okupas gelangt. Dies wird als "Gefahr im Verzug" eingestuft, ein rechtlicher Begriff, der es den Behörden erlaubt, ohne Verzögerung Maßnahmen zu ergreifen.
Daher bleibt der Besitz einer registrierten Waffe ein legitimer Hebel für Immobilienbesitzer, um sicherzustellen, dass die Behörden in Fällen von Hausbesetzungen rasch reagieren. Auch wenn dies in der Zukunft möglicherweise strenger kontrolliert werden könnte, ist es aktuell eine Möglichkeit, den Schutz des eigenen Eigentums zu verstärken und die staatlichen Stellen zum Handeln zu verpflichten.
Beispiele aus dem WEB
Ein konkretes Beispiel: Ein Hausbesitzer in Madrid beantragte einen Waffenschein, um eine Flinte in seinem Ferienhaus aufzubewahren. Er begründete dies damit, dass er das Haus oft über Monate leer stehen lässt und Angst hat, dass Okupas es während seiner Abwesenheit besetzen könnten. Als er schließlich bemerkte, dass Unbefugte in das Haus eingedrungen waren, informierte er sofort die Polizei und wies darauf hin, dass sich in der Immobilie eine registrierte Schusswaffe befindet. Dies zwang die Polizei zu einem schnellen Einsatz, da Okupas nicht das Recht haben, eine fremde Waffe ohne Genehmigung zu besitzen, und die Gefahr bestand, dass sie darauf zugreifen könnten. In diesem Fall reagierten die Behörden unverzüglich und räumten die Immobilie.
Ein weiteres Beispiel betrifft einen Hausbesitzer auf den Kanarischen Inseln, der eine Schusswaffe in seinem Haus aufbewahrte . Obwohl die spanischen Gesetze den Schutz von Hausbesetzern bis zu einem gewissen Grad begünstigen, sind Waffen nur für Personen erlaubt, die einen Waffenschein besitzen und die Waffe auf ihren Namen registrieren. Dies schuf eine neue Dringlichkeit für die Polizei, da eine legale Waffe im Spiel war. Die Anwesenheit der Waffe stellte sicher, dass die Behörden schneller agierten, um potenzielle Gefahren zu vermeiden.
Viele Immobilienbesitzer in Spanien greifen nun zu dieser Strategie, um ihre Rechte zu schützen und die staatlichen Stellen zu zwingen, bei illegalen Hausbesetzungen schneller einzugreifen. Der Besitz einer legalen Waffe, die korrekt registriert ist, sorgt dafür, dass die Polizei nicht nur aufgrund der Hausbesetzung, sondern auch wegen der Waffe sofort handeln muss. Dies kann in vielen Fällen den entscheidenden Unterschied ausmachen, um das Eigentum schnell und effizient zurückzubekommen.
Rechtliches ...
In Spanien regelt das Waffengesetz (Ley Orgánica 4/2015, de 30 de marzo, de protección de la seguridad ciudadana) sowie das Strafgesetzbuch (Código Penal) den Umgang mit Waffen und die damit verbundenen Pflichten und Konsequenzen. Wenn jemand eine Schusswaffe ohne die erforderliche Erlaubnis besitzt oder eine Waffe führt, die auf eine andere Person registriert ist, greift insbesondere der Artikel 563 des spanischen Strafgesetzbuches (Código Penal). Dieser Artikel besagt, dass der unerlaubte Besitz, Handel oder das Tragen von Waffen strafbar ist.
Artikel 563 des spanischen Strafgesetzbuches:
„Wer Feuerwaffen ohne die entsprechende Genehmigung besitzt, wird mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zu drei Jahren bestraft.“
Zusätzlich zum Strafgesetzbuch regelt das königliche Dekret 137/1993 über die Verordnung von Waffen (Reglamento de Armas), wer Waffen besitzen darf und unter welchen Bedingungen. Personen ohne Waffenschein oder die nicht befugt sind, eine Waffe zu besitzen, begehen eine Straftat.
Einschreiten der Polizei:
Wenn die Polizei informiert wird, dass sich in einer Immobilie eine Waffe befindet, die von jemandem ohne Genehmigung genutzt oder kontrolliert wird, handelt es sich um eine akute Sicherheitsbedrohung. Dies fällt unter den Begriff Gefahr im Verzug (peligro inminente), und die Polizei ist verpflichtet, sofort zu handeln. In solchen Fällen muss die Polizei rasch eingreifen, um zu verhindern, dass die Waffe missbräuchlich verwendet oder in unbefugte Hände gelangt.
Zusammengefasst: Der unerlaubte Waffenbesitz wird in Spanien streng bestraft, und sobald die Polizei von einem solchen Fall Kenntnis erhält, ist sie verpflichtet, umgehend einzuschreiten, um die Gefahr zu neutralisieren.

Wichtig !!
Es ist grundsätzlich ratsam, sich bei mehreren Quellen zu informieren, um ein vollständiges und ausgewogenes Bild von einem Thema zu erhalten.
Die Informationen, die ich teile, basieren auf meinem aktuellen Wissensstand, können jedoch fehlerhaft oder unvollständig sein.
Deshalb übernehme ich keine Gewähr für deren Richtigkeit.
Ich empfehle, weitere verlässliche und vertrauenswürdige Quellen heranzuziehen, um sich eine fundierte Meinung zu bilden.
Hier sind einige Quellen, die für zusätzliche Informationen:
- Offizielle Regierungswebseiten (z. B. das spanische Innenministerium)
- Rechtsportale oder -datenbanken, die sich auf spanisches Waffenrecht spezialisieren
- Fachliteratur zum Straf- und Waffenrecht in Spanien
- Anwälte oder Experten, die sich auf Waffengesetze spezialisiert haben
- Nachrichtenagenturen oder investigative Berichte zu aktuellen Fällen und der Anwendung des Waffengesetzes in Spanien
Durch das Abgleichen von Informationen aus verschiedenen Quellen kann man besser beurteilen, was tatsächlich zutrifft und was nicht.
Ein paar Links zu Thema ....
https://www.pluslegal.es/si-ocupan-mi-casa-y-tengo-un-arma-puede-la-policia-desalojarla/
https://revistajaraysedal.es/tener-arma-casa-podria-ser-solucion-contra-okupas/
https://www.newtral.es/metodo-okupas-licencia-armas/20230224/
und ich ....
Ich freue mich sehr, einen Waffenschein zu haben, da mir der Schießsport großen Spaß macht. Sollte es den Nebeneffekt haben, dass ich dadurch auch besser gegen Okupas geschützt bin, ist das natürlich ein erfreulicher Bonus. Dennoch steht für mich der Spaß am Sport im Vordergrund und nicht der Gedanke an Selbstschutz.